Deutsches Reich Germania mit der Inschrift "DEUTSCHES REICH"

germania 84 II a

Es lassen sich bei diesen Brauntönen einerseits solche mit deutlichem Einschlag von Oliv und anderseits solche feststellen, die mehr ein reines Braun zeigen. Eine dritte kleine Gruppe erscheint mit einem hohen Grauanteil, ist aber nicht eindeutig von den anderen zu trennen. 

germania 84 II b

Die b-Farbe wird im wesentlichen von der "Braun-Gruppe" der II a abgegrenzt, sie ist deutlich anhand ihres Schwarzanteils zu erkennen. Eine erste Nuance findet sich bereits 1918, sie zeigt ein klares und kräftiges Braun. Der spätere, häufigere Ton wirkt mitunter etwas "matschig", zeigt aber ebenfalls das Schwarz. Die b-Frabe lässt sich auch gegenüber der "Oliv-Töne" agbrenzen.

germania 85 II a

Die Bandbreite der Kriegsaugabe ist - wie bei den folgenden, gebräuchlichsten Werten - enrom. Während in den ersten Jahren die Farbe noch einigermaßen gleichbleibendist, ändert sich das Bild ab etwas 1917 deutlich. Die Grüntöne schwanken zunehmend in der Helligkeit, aber auch bei Beimischung von Blau und Schwarz nehmen stark zu. Bei den a-Tönen bleibt allerdings immer ein deutlicher Grauanteil vorhanden.

germania 85 II d

Gegen 1917 finden sich zwar schon erste Nuancen mit einem leichten Blaustich, diese gehören aber in der Regel noch zum grossen Pool der a-Farbe. Erst ein deutlicher Blauanteil (ohne Graustich) ist für die d-Farbe kennzeichnend. Zudem ist sie meist blasser und wirkt in aller Regel auch etwas "wässriger" als die a-Farbe, insbesondere 1919 finden sie ihre typische Ausprägung.

germania 85 II e

Auch bei dieser Abart findet sich wieder eine zeitliche Teilung. Erste Nuacen mit einem Schwaranteil in kräftigen Tönen finden sich im Jahre 1918. Wenn die e-Farbe grundsätlich aich immer etwas Blau zeigt (einige Töne sind auch gegen  die d-Farbe abzugrenzen), so ist der Blauanteil bei dieser Gruppe im Gegensatz zu den späteren recht hoch". Die Masse der II e taucht in seiner typichen Ausbildung erst 1920 auf . Einige Töne gehen mitunter leicht ins Oliv, sie wirken etwas "weicher" zeigen aber ebenfalls ein deutliches Schwarz gegenüber den a-Stücken dieser Farbgruppe. Eine Nuance, die auf  den ersten Blick leicht für eine II e gehalten werden kann. 

germania 86 II a

Eine wichtige Voraussetzung, gerade bei der scheinbar endlosen Vielfalt der Nr. 86, ist eine Vorsortirung nach Farbgruppen. Die a-Töne zeigen - in allen nur vorstellbaren Schattierungen - vor allem ein deutliches Rot (ohne Blauanteil).

germania 86 II c

Gegensatz zu den a-Nuacen zeigen die der c-Farbe in Karmin, also ein Rot mit eiinem leichten blaustich. Die c-Farbe als der zweite große Farbtopf der Nr. 86 umfasst alle Töne, die ein mehr oder weniger deutliches Karmin enthalten. Es sind Töne zu finden, die sich einerseits gegen die a abgrenzen, anderseits aber gegen die II d. Vorallem die rosafarbenen Töne der II c lassen sich leicht nit dieser Abart verwechseln.

germania 86 II d

Die d-Farbe zeigt gegenüber der c einen noch höheren Blauanteil. Die Bandbreite ist hier, da die Marke über einen recht langen Zeitraum auftritt, relatic groß. Die frühen Töne, mit einem allerdings geringen Anteil am Hauptvorkommen, sind die Fortsetzung der I c. Die typischen Stücke finden sich erst 1918, gegenüber den frühen Varianten häufiger stumpfer wirkend oder in hellerer und etwas zarterer Abblidung.

 

germania 86 II e

Aus der oben beschriebenen Farbgruppe ist als besonders schöner und eigener Ton II e abzugrenzen. Gegenüber der a-Farbe wirkt er intensiver un "tiefer" in der Farbe und zeigt weniger Gelb, von der c-Farbe setzt er sich durch das fehlende Blau ab. Typische Töne finden sich vor allem 1916. Vorsicht vor Altprüfungen von Exemplaren mit Abstempelungen aus 1920, die häufiger angeboten werden, bei denen es sich aber um die normale a-Farbe handelt.

 germania 86 II f

Diese Farbabart steht zeitlich am Ende der Nr. 86. Ihr Kennzeichen ist ein deutlicher Gelbanteil. Es sind hier allerdings zwei Hauptgruppen zu unterscheiden: einerseits die typische, stumpfe und etwas schmutzige wirkende, leicht bräunliche Nuance (vorsicht vor vergilbungen, die schnell ein Gelb vortäuschen) und anderseits die kräftigen, etwas "härter" wirkenden Töne, die in typischer Ausbildung bei den Zusammendrucken S 9 un W 12 aus dem Markenheftchen Nr. 11 zu finden sind. Die Varianten aus der zweiten Gruppe haben auf den ersten Blick wenig mit denen aus der ersten zu tun. Innerhalb der Gruppe sind sie aber anhand des Gelbanteiles deutlich abzugrenzen.

zusammendrucke S9 W 12

germania 86 II g

Bei dieser Marke handelt es sich um unüberdruckte Werte aus einem Druckauftrag für die Deutsche Militärverwaltung in Rumänien (Nr. 9 b, Aufdruck-HAN 2692.18, 2920.18 und 3067.18).  Diese Marke wird bisher als II f geprüft, bislang sind nur wenige gebrauchte Stücke aus Herbst 1918 bekannt. Die Marken stammen als Teilauflage aus der HAn 1800.18 und werden unüberdruckt im Reich vermutlich komplett verbraucht.

 

germania 87 II a

Die I a geht ohne großen Einschitt in die II a über, die Töne der ersten Jahre werden lediglich etwas dunkler und zeigen mitunter einen stärkeren Rotstich. Erst gegen 1917 mit der allgemeinen Vermehrung der Nuancen zeigt sich auch diese Farbe ein breiteres Spektrum, allerdings immer deutlich an seiner Beimischung von Rot zu erkennen.

germania 87 II b

Gegenüber der II a fehlt dieser Abart der Rotstich, ohne allerdings bereits soviel Grau bzw. Grün zu enthalten wie die II c-Farbe, die die andere Grenze zur b bestimmt. Neben leicht stumpfen Tönen sind auch klare kräftige Nuancen zu bebachten.

germania 87 II c

Die II c-Farbe tritt bereits 1915 auf, obwohl die Masse erst gegen 1918 ihre typische Ausbildung zeigt. Eine Beimischung von Grau als auch von Grün in jeweils unterschiedlichen Mengen führt zu einer Vielzahl von Nuancen, die einerseits die Grenzen zur a- und anderseits die zur b-Farbe markieren. Insbesondere in den Jahren 1915-1917 liegen die Töne dieser drei Farben mitunter sehr eng beieinander.

germania 87 II d

Die d-Farbe entsteht - knapp umschrieben - eigentlich durch eine weitere Zugabe von Rot aus den Tönen der a, denn nur von diesen ist eine Abgrenzung nötig. Die Varianten diesewr Tones lassen sich in zwei Hauptgruppen trennen. Die erste , etwas selterne zu findende Gruppe tritt bereits 1915/1918 auf. Erst gegen 1918 sind bereits wieder Varianten zu finden, die einen gegenüber der a-Farbe deutlich dtärkeren Rotanteil zeigen, teils sogar in extremer Ausbildung. In diesen letzen Jahren kommt, neben einigen Varianten der a, nur noch die d-Farbe vor.

germania 88 II a

Die II a zeigt zwar, wie auch viele frühe Walzendruck der II b, ein glänzendes Mittelstück. Bei diesem Ton handelt es sich aber mit einiger Schichertheit um die erste Walze, denn sie zeigt außerdem sowohl ein friedensähnliches Paper (glatt und leicht satniert) als auch einen friedensähnlichen Gummi. Zudem wirkt das Schwarz des Mittelstück gegenüber den normalen b-Tönen deutlich dunkler bzw. intensiver ("tiefschwarz"). Bei den a-Tönen lassen sich zwei Hauptgruppenunterscheiden, während die eine aufgrund des intensiven gelben Papier mehr den Friedensdruck ähnlet, zeigt die andere ein blasseres Papier (Vorsicht vor ausgewaschenen Marken, deren Mittelstück schnell ein dunkels Schwarz zeigen).

germania 88 II b

Auch die b-Farbe zeigt, zumindest in den frühen Jahren, häufiger das eine oder andere Kennzeichen der II a. Es sind allerdings nicht alle Kriterien gleichzeitig zu beobachten. Die späteren Druck der II b zeigen ein deutlich stumperes, graues und sehr unsauberes Druckbild.

germania 89 II x

Die Kriegsdrucke lassen sich in drei Abschitte gliedern, denn jeweils eine y-Variante zugeordnet werden kann.: erste Walzendrucke mit metallischem glänzenden Mittelstücken1915/1916, Walzendrucke mit verschwommenen, stumpfen Mittelstücken (1917) und späte Plattendrucke mit einer "härteren" Zeichnung. 

germania 89 II y

Wie bereits die Friedensdrucke so zeigen auch die Kriegsdrucke, in allen drei Zeitabschnitten, in der Drucksicht deutlich ein leicht rötliches Papier und ein etwas schärzeres Mittelstück.

germania 90 II a

Erste Drucke, vorallem solche aus 1916, zeigen noch eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Friedensdruck. 1917 ist ein weiterer, typischer Ton zu finden, der einen kräftigen, fast lilafarbenen, sehr eigentümlichen Einschlag zeigt. 

germania 90 II b

Die b-Farbe enthält alle Töne, denen Karmin der II a fehlt. Dazu zählt auch eine besondere Gruppe, die leicht für einen II a gehalten werden kann. Es handelt sich um einen spten Ton aus 1920, der hell und fast rosafarbeb erscheint. Dieses Rosa ist aber im Gegensatz zu den kräftigeren KArmintönen nur ein helles und blasses Rot.

germania 91 II x

Die Kriegsdrucke lassen sichm im Gegensatz zu Nr. 89 nur in zwei Abschnitte gliedern, denen jeweils eine y-Variante zugeordnet werden kann: erste Walzendrucke mit gegenüber dem Friedensdruck schwärzerem und metallisch glänzenden Mittelstück (1915/1916) und später Plattendrucke mit einem leicht verschwommenen Druckbild. In diesen letzten Abschnitt von 1919/1920 gehören die späten Walzendrucke, die fast ein braunes Papier mit einem stumpfen und schwarzen Mittelstückzeigen; dieser Gruppe kann allerdings ebensfalls keine y-Variante zugeordnet werden.

germania 91 II y

Wie bereits die Friedensdrucke so zeigen auch die Kriegsdrucke, in beiden Zeitabschnitten, in der Drucksicht deutlich ein leicht rötliches Papier und ein etwas schwärzeres Mittelstuck.

germania 92 II a

In beiden zeitlich zu unterscheidenenden Gruppen sind die a-Töne deutlich zu erkennen. In der ersten Gruppe ähneln sie noch stark dem Friedensdrucken, zeigen jedoch schon ein schlechteres Papier und häufig ein sich auflösendes Druckbild. Gegenüber den b-Töne ist deutlich ein Rotstick zu erkennen. Vorsicht vor Vergilbungen.

germania 92 II b

Wenn die a-Töne einen Rotstich zeigen, so gilt umgekehrt für die b-Farben, dass sie an Ihrer Beimischung von Blau zu erkennen sind. Die Bandbreite istenrom, nut nur im Vergleich der beiden Zeitabschnitte, auch in der zweiten Gruppe von 1920 finden sich viele verschiedene Töne. Sie reichen van Abgrenzungen zur a mit einem allerdings geringeren Rotanteil bis hin zu dunklen, und stark blaustichigen Varianten.

germania 92 II c

Für die Nuancen der c-Farbe ist der Grauanteil maßgeblich, wobei auch hier recht helle und fast zart erscheinenden Töne (1917), aber auch dunkle Nuancen (1920) zu beobachten sind. Beachtenswert ist, dass erste Töne leicht für eine b-Farbe gehalten werden können, da sie im Vergleich zuStücken aus 1920 deutlich blauer wirken. Erst durch die Abgrenzung innerhalb der richtigen Gruppe zeigt sich dann das Grau.

ACHTUNG: Es können also Druck aus 1917 NICHT mit solchen aus 1920 verglichen werden.

germania 93 II a

Die II a ist anhand mehrerer Kriterien zu identifizieren. Unverkennbar zeigt sie ein dunkles, deutlichrotes Papier (ähnlich einigen Friedenspapieren). Der Rahmen glänzt im Schräglicht leicht metallisch ("golden", was bei gebrauchten Marken mitunter nur noch ansatzweise zu erkennen ist, da dieser Glanz offenbar leicht auswäscht. Ungebrauchte Stücke tragen einen glatten Gummi. Ein letztes Kennzeichen bildet das kräftige, schwarze Mittelstuck, welches zusätzlich einen leichten Rotstick zeigt. Vergleicht man die II a mit der Masse aus den späten Jahren, so erinnert sie in ihrer Art eben an frühe Kriegsdrucke, um nicht zu sagen; mitunter auch an Friedensdrucke.

germania 93 II b

Auf die frühen (Walzen-)Drucke mit Ihrem tiefschwarzem, leicht metallisch glänzendem Mittelstück folgen die späten Exemplare mit stumpfen Farben, einer verschwommenen Zeichnung und einem sehr schlechtem, unregelmäßigem Papier. Bei den späten Kriegsdrucken ist VORSICHT geboten, wenn diese einen friedensähnlichen Gummi zeigen: dieser kann leicht zu Verwechslungen mit den Friedensdrucken führen.